Allgemeine Information zu nicht suizidalem Selbstverletzenden Verhalten

Wer läuft Gefahr nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten zu entwickeln?

Einer der häufigsten Risikofaktoren für NSSV stellt die Schwierigkeit dar, eigene Gefühle regulieren zu können. Das bedeutet, dass Menschen, die intensive negative Gefühle spüren, NSSV nutzen um diese Gefühlszustände zu regulieren. Diesen Schwierigkeiten können viele Dinge zugrunde liegen, wie belastende Lebenserfahrungen und/oder Temperamentsmerkmale.

Die Forschung hat gezeigt, dass weibliche Jugendliche, häufiger angeben sich schon einmal selbst verletzt zu haben. Frauen suchen auch häufiger Hilfe auf oder berichten häufiger von Selbstverletzung als Männer, was dazu führt, dass Fachleute und die allgemeine Öffentlichkeit irrtümlicherweise Selbstverletzung als ein „weibliches“ Phänomen ansehen. Zudem verwenden männliche Jugendliche häufig andere Methoden von NSSV , die in vielen Forschungsprojekten nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Des Weiteren hat sich herausgestellt, dass die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, die verstärkt von sozialem Druck betroffen ist (z.B. in sogenannten Randgruppen), die Wahrscheinlichkeit für Selbstverletzung erhöhen kann. So konnten Forschungsstudien zeigen, dass Menschen die homo-, bi- oder transsexuell waren, mit größerer Wahrscheinlichkeit NSSV zeigten.